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Arbeitsgemeinschaft der Thüringer HWK'n

Betreuung von Auszubildenden

Sie als Ausbilder prägen das Bild Ihres Auszubildenden in Bezug auf die Ausbildung und Ihren Beruf. Aus diesem Grund ist es notwendig, ihn über die gesamte Ausbildungsdauer hinweg verantwortungsbewusst zu begleiten und zu betreuen.

 

  • Präsenz und Beständigkeit sind wichtige Grundelemente einer guten Betreuung.
  • Akzeptieren Sie die Individualität des Auszubildenden und behandeln Sie ihn ohne Vorurteile.
  • Nehmen Sie sich Zeit für den Jugendlichen und planen Sie die Ausbildung in den Arbeitsalltag ein.
  • Ein angemessener Führungsstil zeichnet sich durch Verständnis und Konsequenz aus.
  • Dem Auszubildenden sollte der selbstbewusste Umgang mit Problemen und Herausforderungen vermittelt werden.
  • Fördern Sie die individuellen Fähigkeiten und die Eigeninitiative des Jugendlichen. Arbeiten Sie gemeinsam an Stärken und Schwächen. Nutzen Sie gemeinsam Wege und Förderungsmöglichkeiten zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen und unterstützen Sie Ihre Auszubildenden bei der Bewältigung des Ausbildungsalltags.

 

Zu Ihrer Unterstützung können Sie „Patenschaften“ einführen, bei denen ein älterer Auszubildender in bestimmten Bereichen den Neuling an die Hand nimmt, bspw. Nachhilfe gibt.

 

 


 (Quelle: Vgl. INBAS GmbH (Hg.) (2013): Werkzeugkoffer Betriebliche Ausbildung. Entwickelt im Projekt VASO@KMU (2010-2013) von der VW Akademie Kassel. S. 36 ff.)


Zu Beginn der Ausbildung

Zu Beginn der Ausbildung benötigt der Auszubildende besonders intensive Betreuung und viel Aufmerksamkeit. Er ist noch dabei sich in alle Strukturen und Abläufe einzufinden.

 

Bedenken Sie: Alles was für Sie selbstverständlich ist, stellt für den Jugendlichen eine neue Herausforderung dar.

 

  • Durch die Vorgabe klarer Zielpunkte und Zeitrahmen können Sie Ihre Erwartungen deutlich machen.
  • Geben Sie Unterstützung bei der Organisation und Planung komplexerer Tätigkeiten.

 

Nutzen Sie Routinen. Sie strukturieren Abläufe und geben Sicherheit und Orientierung. In begrenztem Maße bieten sie eine geeignete Abwechslung zu neuen Herausforderungen.

 

  • Eine gute Kommunikationskultur zeichnet sich durch Regelmäßigkeit und Offenheit aus.
    • Geben Sie Rückmeldung und fordern Sie diese auch vom Auszubildenden ein.
    • Auf Probleme und Konflikte sollte rechtzeitig eingegangen werden.
  • Setzen Sie klare Regeln und erläutern Sie diese.
    • Verstandene und nachvollziehbare Regeln werden eher berücksichtigt.
    • Regeln können bspw. über einen Aushang zugänglich gemacht werden.
    • Der konsequente Umgang mit den Regeln ist von großer Bedeutung. Entsprechende Konsequenzen sollten für den Auszubildenden transparent sein.
  • Legen Sie Wert auf angemessenen Umgang miteinander – Respekt und Höflichkeit.
    • Der Auszubildende möchte als vollwertiges Teammitglied anerkannt werden.

Durchführung des ersten Ausbildungstages

Der erste Ausbildungstag bedarf, wie im vorherigen Kapitel erwähnt, besonderer Aufmerksamkeit. Damit legen Sie den Grundstein für die nächsten gemeinsamen Ausbildungsjahre. Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt für die Jugendlichen eine große Herausforderung dar. Versuchen Sie deshalb diese Situation entsprechend zu gestalten. Zu Beginn hat der Auszubildende nur wenige Informationen und muss sich in eine neue Umgebung, einen neuen Rhythmus und eine neue Rolle einfinden. Ihr Ziel ist es, den Jugendlichen möglichst schnell erfolgreich in das Unternehmen zu integrieren.

 

  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihren neuen Auszubildenden.
  • Versuchen Sie, sich in seine Situation zu versetzen, nehmen Sie ihm evtl. Ängste und Unsicherheiten.
  • In einer Einführungsmappe können Sie alle wichtigen Informationen für Ihren Auszubildenden zusammenstellen.
  • Alle notwendigen Unterlagen sollten vorbereitet sein.
  • Planen Sie den Tag sorgfältig. Sie können dafür eine Checkliste nutzen.
  • Bereiten Sie alle Beteiligten darauf vor und definieren Sie deren Aufgaben.
  • Der Auszubildende sollte die Möglichkeit haben sich Wichtiges zu notieren.
  • Nicht zu viel auf einmal: Der Auszubildende muss nicht gleich am Anfang alles wissen.
  • Geben Sie dem Auszubildenden auch Raum für sich, um die neuen Eindrücke zu sortieren. Dies können Sie im Rahmen einer kleinen leichten Aufgabe machen.
  • Über einen kleinen Willkommensgruß, wie zum Beispiel etwas mit dem Logo Ihres Unternehmens, freut sich der Auszubildende sicher.
  • Zeigen Sie dem Auszubildenden, dass Sie auf seinen Ausbildungsbeginn vorbereitet sind. Sie können beispielsweise schon das Namensschild parat haben.
Druckdatum: 24.10.2017 |  Fragen oder Hinweise:
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